27
Dez
2006

Gute Aussichten -

sewanaussicht

(hier der Blick auf den Sewan in Armenien)

- für 2007!

Endlich wird das Net substantiell: unter dieser Adresse kann ich (man/frau) ab sofort den kompletten Mozart studieren - Noten, Kritische Berichte etc. pp
Das dürfte dann für den Rest meines Lebens reichen. Zumindest aber für 2007...

14
Dez
2006

zwei Konzerte

moritz-von-sachsen

Sonntag, 17.12., 17.00 Uhr, Lukaskirche Dresden
Bach Magnificat/Weiss Confessio Saxonica (Uraufführung)
Konzert mit der Singakademie und Sinfonietta Dresden

dazu eine kleine Einführung - die ausführliche und sehr lesenswerte, bei der man viel über Sachsen und seine Geschichte lernt, findet sich im Programmheft:

(mehr inzwischen auch hier)

In den nun schon zur schönen, wenn auch noch sehr jungen Tradition gehörenden Konzerten der ADVENTSSTERNE der Singakademie erklingt die Botschaft jeweils in etwas ungewohntem Gewand: in dem von Pärt, Franck, Britten, Eccard, Bach, Terterian, Sharakans aus Armenien haben wir sie bisher vernommen – in diesem Jahr stellen wir zunächst die selten erklingende und zum Christfest gehörende Fassung in Es-dur des MAGNIFICATs von Bach vor, in die 4 besondere weihnachtliche Sätze eingewoben sind.

Mit dem zweiten Stück aber wollen wir das Jubiläum Dresdens abrunden und der Stadt ein weiteres Uraufführungsgeschenk machen: die CONFESSIO SAXONICA von Manfred Weiss, ein Stück über Moritz von Sachsen und seine Friedensbemühungen, deren Erfolg er selbst nicht mehr erlebt hat. Ein weihnachtliches Werk? Nicht in dem Sinne, in dem wir es vielleicht gewohnt sind: aber in jenem, daß es ein Werk über den Frieden ist, ein neues Werk zudem, das uns Facetten unserer Geschichte aufzeigt und ganz in der geistlichen Tradition verwurzelt ist. Mithin also ein Werk, das aufbricht – gerade in diesem theologischen Sinne ein existentiell weihnachtliches Werk!

Es ist mir ein großes Bedürfnis, Manfred Weiss durch unsere Aufführung auch einen persönlichen Dank auszusprechen: er war es, der mir als 15-jährigen Kruzianer ersten Kompositionsunterricht gab, uneigennützig, mit großem Engagement und tiefem Wissen. Seine handwerklich strenge, gleichwohl phantasievolle und farbige Sprache hat mich stark geprägt – seine kontrapunktischen und harmonischen Studien sind mir unvergessen. Ganze Generationen hat er an der Dresdner Hochschule mit dem wunderbaren Virus der kompositorischen Sauberkeit und inhaltlichen Ehrlichkeit infiziert – einer Krankheit, der wir nur zu gern erliegen und die auch das neue Werk geprägt hat!

Die Singakademie hat sich 2006 in besonderer Weise mit Dresdner Kompositionen beschäftigt: Mauersbergers LUKAS-PASSION, Webers OBERON wie auch seine beiden MESSEN, einmal mehr Schumann, ich selbst durfte mit der Uraufführung "3 in 1" vertreten sein – es war uns ein Bedürfnis, mit einer Uraufführung diesen Kreis abzurunden.

Und schon jetzt freue ich mich auf den ADVENTSSTERN 2007, der nach einer Saison mit Werken u.a. von Beethoven (MISSA SOLEMNIS), Mendelssohn (ELIAS, mit Olaf Bär), Schubert, Carissimi, Krasa oder Purcell zu einem französischen Programm mit Werken von Lully und Charpentier einladen wird: in der Mitte aber eine Uraufführung – dann von Lothar Voigtländer!


liefers

Am Montag 16 Uhr in der Semperoper
"Kapelle für Kids", Benefizkonzert für die Kinderhilfe
Mozart, Sinfonie Nr. 1 KV 16 Es-dur - komponiert mit 8 Jahren!
Poulenc Die Geschichte von Babar, dem Elefanten
Konzert mit der Sächsischen Staatskapelle und Jan Josef Liefers als Sprecher

12
Dez
2006

na das ist doch mal eine passende Beschreibung meiner Berufskleidung

frack_small

"Der Anzug wird an einer Schlaufe um den Hals aufgehängt, mit der die Hemdbrust gehalten wird. Die Hose wird an Hemd und Hemdbrust festgemacht, die Jacke ist offen und lässt viel Raum, und auch der Stehkragen mit der nur lose darum gebundenen weißen Fliege beengt weniger, als es ein moderner Kragen hinter einer Krawatte tut. Ein Frack ist eine überraschend bequeme Kleidung, und er verleiht jedem Körper eine ebenso feste, aufrechte wie elegante Form, selbst den runden und weichen Männern. Der Leib kann nicht aus diesem Ganzkörperkleid herausrutschen, er wird auf sanfte Art gehalten, und die Hemdbrust sorgt für Haltung. Die Unterschiede des Alters, der Lebensführung und der sozialen Verhältnisse verschwinden in der Kleidung. So ist der Frack tatsächlich ein Gesellschaftsanzug, in des Wortes bester Bedeutung."

(aus der Beschreibung des Nobelempfanges durch die SZ)

24
Nov
2006

SCHLÜSSELOPER

nächstes Projekt:

02.12.2006
Sonnabend
20:00 Uhr
Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden
SCHLÜSSELOPER. EIN BURLESKES SPIEL (UA)
Oper von Wilfried Krätzschmar nach einem Libretto von Michael Wüstefeld
Inszenierung der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der HfBK Dresden
Zum Abschluss des 800-jährigen Jubiläums der Stadt Dresden und des 150-jährigen Bestehens der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Ausführende: Solisten der Opernklasse, Hochschulsinfonieorchester
Musikalische Leitung: Prof. Ekkehard Klemm
Inszenierung: Prof. Andreas Baumann
Ausstattung: Emanuel Schulze, HfBK
Karten im Schauspielhaus Mo bis Fr 10 - 18.30 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr, im Kleinen Haus|Mo bis Fr 14 – 18 Uhr, telefonisch unter 0351 / 49 13 555, direkt im Internet unter www.staatsschauspiel-dresden.de oder an der Abendkasse ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Wiederholungsvorstellungen: So 10.12.06, 15:00 Uhr
Mo/Do 11./14.12.06, jeweils 20:00 Uhr

Handlung:

Ein Schlüssel geht verloren. Sein Besitzer, genannt Kasimir Puding, sieht alles in Gefahr: seine Biografie, seine Karriere, seine an Macht gekoppelte Persönlichkeit. Zunächst begibt er sich allein auf die Suche, ohnmächtig jenen Instanzen gegenüber, die er einst zu seiner Machtsicherung
installierte. Der nun Verstörte begegnet des Denkens und Fühlens entwöhnten Bürokraten hinter lächerlichen Schreibtischen in leblosen Amtsstuben und
mechanischen Ministerien. Als Mächtiger kaum zu erkennen, irrt er durch beliebige Straßen dieser alltäglichen Stadt, von gehässigen Kindern verlacht, von Amtsinhabern mit kleiner Macht nicht einmal zur Kenntnis genommen. Ein belangloser, ohnmächtiger Mensch.

Waltraude Unglaub, Postbotin, geht ihrer täglichen Arbeit unbekümmert nach. Plötzlich tritt ihr ein geheimnisvolles Ding entgegen. Es ist der verloren Schlüssel, der die Nähe dieser normalen Frau zu suchen scheint. Mit ihrer Kollegin Anneros Ohnsorg beschließt sie, auf die Suche nach der Bedeutung des Schlüssels zu gehen. Seine Besonderheit regt die Fantasie beider Frauen unterschiedlich an. Während Anneros lediglich einen Finderlohn erwartet, stellt Waltraude Fragen nach dem tiefen Sinn ihres Fundes. Auf ihrem Weg treffen sie unter anderem märchenhafte Gestalten einer urbanen Landschaft, die ihre Fragen nicht beantworten können.

Puding erfährt von Wachmännern, dass sein Überlebensschlüssel im Besitz zweier Frauen ist. Er lädt die Beiden zu unterschiedlichen Zeiten ein, in der Absicht, ihnen sein Lebenselixier um jeden Preis wieder abzunehmen. Aber die Frauen haben den Charakter des Besitzers und die Bedeutung des Fundstückes erkannt - sie verweigern die Rückgabe. Der endgültige Verlust des Schlüssels entmachtet Kasimir Puding und öffnet für Waltraude und Anneros neue Horizonte.

In Vor- und Nachspiel sowie mehreren Intermezzi diskutieren Gestalten der Literatur und Politik unvermittelt über Kunst, Gesellschaft und Gartenzwerge.

10
Nov
2006

Kontraste

synagoge-muenchen

Warum bringt die jüdische Gemeinde in München fertig, was die Protestanten in Dresden nicht vermochten:

Frauenkirche

Wenigstens die Deckengemälde hätten ja modern sein können...

Meine Sympathie gilt dem Aufbruch! Auch dem in Dresden:

Synagoge-Dresden

6
Nov
2006

Ehre, wem Ehre gebührt

Biermann

Schöner und realistischer Artikel über eine Ära in SPIEGEL-online.

Ich war damals 17 und leider zu grün, um die Tragweite der Dinge zu erfassen: zudem verhinderte meine recht klassische Ausbildung die Kenntnis des Liedermachers Biermann. Erst danach wurde mir bewußt, was da vorging. Vor allem die Namen Christa Wolf, Krug, Heym, Becker, Kunert und Kunze prägten sich ein und waren fortan - was die Literaten betrifft - Dauerbrenner.

5
Nov
2006

in eigener Sache...

images

Diese Woche ein Dirigierseminar mit zwei hochbegabten jungen Leuten.

Mehr dazu hier.

31
Okt
2006

Zwei zornige Pamphlete

Einmal von Biermann, zum anderen in der taz von heute.

Beide anregend, wenngleich durchaus gegensätzlich.
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Weblog des Dirigenten Ekkehard Klemm, Dresden

Ansichten, Einsichten, Rücksichten, Aussichten

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