20
Feb
2007

Bruckners Vierte in der Fassung von 1888

Bruckner

Bruckners Vierte, die "Romantische", erklingt gewöhnlich in der Fassung von 1878/80. B. Korvstedt hat nun 2004/06 die Version, in der das Stück lange bekannt war, im Musikwissenschaftlichen Verlag der Int. Bruckner-Gesellschaft Wien neu herausgegeben. In dieser Fassung (von 1888) erklingt das Werk am 11.3. unter meiner Leitung mit dem Sinfonieorchester der Dresdner Musikhochschule im Dresdner Kulturpalast sowie am 13.3. in der Kölner Philharmonie. Eine kleine Einführung:

"Ich bin so frei, hiermit die Partitur von der romantischen Sinfonie zu senden. Selbe ist neu instrumentiert und zusammengezogen. Der Erfolg in Wien ist mir unvergeßlich. Seitdem habe ich aus eigenem Antriebe noch Veränderungen gemacht...", so schreibt Bruckner im Februar 1888 an den in München wirkenden Dirigenten Hermann Levi, der eine Aufführung der Vierten plante. Der 'Erfolg in Wien' bezieht sich auf eine Aufführung unter Hans Richter im Januar 1888 – bereits in einer revidierten Version – bei der nicht eindeutig zu klären ist, auf wen welcher Teil der Veränderungen zurückgeht. Bruckners Freunde und Schüler (neben Richter u.a. Hermann Levi, Felix Mottl, die Brüder Franz und Josef Schalk sowie Ferdinand Löwe) namen regen Anteil am Komponieren des Meisters, schlugen offenbar häufig Änderungen, Uminstrumentierungen und Kürzungen vor, die im Falle der Vierten tatsächlich ein 'work in progress' hinterließen, dessen einzelne Einflüsse nicht mehr klar rekonstruiert werden können.

Tatsache ist, dass Bruckners "Romantische" in der Fassung von 1888 über ein halbes Jahrhundert lang die Konzertsäle eroberte, ehe nach 1936 die Neuausgabe der Fassung von 1878/80 die Aufführungspraxis veränderte und die heute übliche Version in den Mittelpunkt rückte. Eine erste Fassung aus dem Jahr 1874 (in der das berühmte Jagd-Scherzo noch durch eine völlig andere Musik ersetzt ist) hatte Bruckner noch vor der Aufführung zurückgezogen.

Die Fassung von 1888 jedoch ist jene, die dem Erstdruck der Sinfonie entspricht und von der zeitlichen Beschäftigung her Bruckners letzten Willen zur Vierten dokumentiert. Die Brüder Schalk und Löwe hatten die bei der Uraufführung 1881 verwendete Version zunächst revidiert, ehe es die erwähnte Aufführung unter Richter in Wien gab. Der Erfolg dieses Konzertes führte dazu, dass Bruckner sich der Umarbeitungen nochmals selbst annahm. Auch die Erschütterung über die Zurückweisung der inzwischen entstandenen Achten durch Levi scheint Bruckner beeinflußt zu haben, den Rat der Freunde ernst zu nehmen. Leopold Nowak verweist 1953 in seiner Ausgabe der Fassung 1878/80 darauf hin, dass Bruckner die Umarbeitungen zwar unternahm, nicht aber mit seinem Namenszug signiert habe. Der "hilfsbereite Idealismus" der Freunde sei somit zwar anerkannt, aber nicht völlig autorisiert. Demgegenüber verweist Benjamin M. Korvstedt 2003 in seiner Neuausgabe der Fassung 1888 darauf, dass Bruckners Aktivitäten insofern eindeutig sind, als er die Vierte in eben der revidierten Fassung gedruckt haben wollte. Sie besitzt somit mehr als nur historischen Wert.

Wie verhält es sich nun mit den Unterschieden? Sie sind tatsächlich ganz erheblich und hinterlassen den Eindruck, die Fassung von 1888 sei die 'Durchführungsbestimmung' zur ideal-archaischerenVersion von 1878/80.

In der Großform fallen Umarbeitungen im Scherzo und Finale auf. Das Scherzo erhält einen decrescendierenden Übergang ins Trio und ein gekürztes da capo. Im Finale wird eine Idee Mottls wiederbelebt, der bereits 1881 einen Sprung vorgeschlagen hatte. Dadurch entfällt in der Reprise die monumentale Themenwiederholung in Es-dur, wodurch die Grundtonart deutlicher ans Ende des Stückes gerückt wird.

Von allergrößter Bedeutung hingegen sind die Änderungen in Instrumentation, Artikulation und Dynamik. Sie verweisen auf konkrete aufführungspraktische Details, lassen Rückschlüsse zu auf die Art und Weise, wie Bruckner musiziert wurde und musiziert werden sollte.
Der Befund mit wenigen Worten zusammengefasst: weicher, lyrischer, agogisch flexibler und insgesamt differenzierter als wir vielleicht vermuten. Alles Martialische, Akzentuierte wird auffallend oft korrigiert.
Das beginnt bereits vor dem ersten fortissimo-Höhepunkt des 1. Satzes: 8 Takte davor steht in der früheren Fassung lediglich sempre crescendo, nun verlangt Bruckner ein nochmaliges piano (nach bereits erfolgtem crescendo der Takte zuvor), schreibt Langsamer über die Stelle (das beim Höhepunkt wieder zum Tempo I wird) und notiert bei Flöten und 1. Violinen zusätzlich "sehr weich" bzw. "zart"! Nachdem der Höhepunkt erreicht ist, sind die Posaunen vom fortissimo marcato auf einfaches forte korrigiert, danach wurde der Blechbläsersatz merklich ausgedünnt. Beim 2. Thema steht ausdrücklich "etwas gemächlich", kurz danach sind Posaunen vom piano auf pianissimo bzw. vom forte auf mezzoforte korrigiert. Auch der 3. Themenkomplex wurde in der Dynamik reduziert.

So ergibt sich bereits in der Exposition des 1. Satzes der Eindruck, die Musik sei in den Aufführungen bis dahin zu laut, zu akzentuiert, zu wenig kantabel erklungen. Liegt es an der Qualität der Orchester? Bei Aufführungen unter Hans Richter in Wien (Februar 1881) oder Felix Mottl in Karlsruhe (Dezember 1881) schlecht vorstellbar. Eher mag es an der ungenügenden Vertrautheit mit der Struktur der Materie gelegen haben. Der Hang zum Forcieren des Blechs bei Bruckner-Sinfonien scheint jedenfalls keine Erfindung des 20. Jahrhunderts zu sein...

Auch das Bild des 2. Satzes ist ähnlich, wobei auffällt, dass alle mit lang gezogen überschriebenen Passagen der früheren Fassung nunmehr Bindebogen erhalten – ein Unterschied, der tatsächlich ein viel weicheres Klangbild ergibt. Andere Abschnitte oder einzelne Motive erhalten Zusätze wie z.B. mit größtem Ausdruck. Auch die fortissimo-Höhepunkte dieses Satzes wurden in den Blechbläsern und namentlich in den Posaunen um mindestens eine, manchmal sogar zwei Stufen nach unten korrigiert.

Vom besonderen Übergang im Scherzo war schon die Rede. Im Finale ist interessanterweise ein Paar Becken hinzugekommen, das auf dem Höhepunkt der ersten thematischen Entwicklung krönend sich einmischt, um gegen Ende des Satzes nach dem pianissimo vorgetragenen Choral der Hörner und Posaunen beim zweimaligen Wechsel nach Ces-dur der Szenerie einen misterioso-Charakter zu verleihen.

Dem Rotstift zum Opfer fiel merkwürdigerweise die fortissimo-Remeniszens des Hauptthemas des 1. Satzes in den Blechbläsern am Ende der Sinfonie. Warum der Komponist diese wundervolle Brücke zum Beginn eliminierte, bleibt rätselhaft. Übrig ist nur noch der Rhythmus des Themas, der charakteristische Quintsprung dagegen fehlt. Der einzige ersichtliche Grund könnte sein, dass das Hauptthema melodisch sozusagen "abgearbeitet" ist und somit im rhythmischen fortissimo seine Apotheose erhält.

Änderungen wie diese mögen den Eindruck verstärkt haben, hier sei der Komponist den gutgemeinten Ratschlägen seiner Freunde erlegen und habe seine eigene Substanz dem unverständigen Zeitgeschmack geopfert. Interessant bleiben die Änderungen dennoch, zumal sie den Willen zur Verdeutlichung und Straffung dokumentieren – Bruckner kämpft darum, verstanden zu werden und seine grundsätzlich demütige Art sucht den Fehler bei sich selbst...

Weder die Fassung von 1878/80 noch die von 1888 jedoch kann als "Originalversion" bezeichnet werden. Zusammen mit der von Bruckner verworfenen Erstfassung ergibt sich das Bild des um seine Vierte wie um jede andere Sinfonie ringenden Komponisten – immer auf dem Weg, stets auf der Suche nach größtmöglicher Vollendung. Die Fassung von 1888 ist ein Dokument großer künstlerischer Verantwortung, Sensibilität und darf nach der Neuveröffentlichung zumindest berechtigt, wenn auch nicht gleichberechtigt neben der uns bekannten von 1878/80 stehen.

2
Feb
2007

dös taugt mer aber jetzt

Nürnberg - Bayern 3:0!

Ob Mainz wieder gewinnt?

nochmal Gielen

schönes Bild des Kollegen

gielen-gross

"Vor acht Jahren wurde ich eingeladen, in der Mozart-Woche in Salzburg ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern zu dirigieren, und da war die große Sinfonie Es-dur KV 543 im Programm. Eines dieser Interpretationsprinzipien, die von Kolisch allerdings nicht expressis verbis erwähnt werden, von denen ich aber felsenfest überzeugt bin, lautet: Die Einleitung verhält sich zum Allegro wie eins zu zwei. Das ist fast immer der Fall. Das bedeutet, dass in der Es-dur-Sinfonie die Einleitung ungefähr doppelt so schnell geht wie bei allen berühmten Dirigenten - Furtwängler, Böhm etc. Böhm dirigiert sie besonders langsam, in Achteln. Sie ist aber "alla breve" bezeichnet, und das ist schon ein Hinweis darauf, dass es nicht so langsam geht. Ein ähnlicher Fall ist ja die Einleitung zum ersten Satz der großen C-dur-Sinfonie von Schubert: Seit man weiß, dass da "alla breve" steht, spielt man sie mit gutem Gewissen doppelt so schnell. Aber Furtwängler und Böhm wussten ja nicht, dass über der Einleitung alla breve steht und wussten sich nicht anders zu helfen als mit dieser Feierlichkeit und dem großen Accelerando. – Also gut ich komme zurück zur Es-dur Sinfonie von Mozart mit den Wiener Philharmonikern. Es war natürlich eine große Ehre. Ich verehre dieses Orchester, aber ich wusste schon, da gibt es einen Riesenkonflikt. Ich fange an, und das Orchester versteht Achtel, wo ich Viertel meine. Ich muss also nach dem zweiten Schlag abbrechen und sagen: "Nein, meine Herren, in Vierteln." Schon Sand im Getriebe. Sowas geht einem Orchester gegen den Strich. Aber gut, sie spielen es. Dann kommen wir zum Allegro, und da machen auch alle anständigen Menschen drei Viertel daraus und spielen alles aus. Und ich dirigierte in Eins. Natürlich nicht in striktem Tempo, sondern in einem Tempo, das dem Charakter dauernd folgt. Also eine etwas freie Deklamation. Es sollte ein bisschen wie menschliche Sprache sein, ein bisschen nur, aber doch wahrnehmbar. Worauf dann natürlich gleich der Konzertmeister sagte: "Aber Herr Gielen, das geht doch im Takt", und singt mir das vor, so Viertel nach Viertel. Und ich sagte: "Aber um Gottes Willen doch bloß nicht im Takt!" Dann haben sie alle gelacht, und dann war's gut. Sie haben schließlich sehr schön gespielt."

"Strukturen versinnlichen"

... unter diesem Titel hat die nzz einen Artikel über

gielen

Michael Gielen veröffentlicht.

Der bedeutende Kollege feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Am kommenden Sonntag musizieren wir im Kleinen Haus des Dresdner Staatsschauspiels (20 Uhr) seine Version der Großen Fuge op. 133 von Beethoven. Zusammen mit der Grand Partita von Mozart und zwei Uraufführungen von KompositionsstudentInnen aus Slowenien und Südkorea.

24
Jan
2007

klassisch - gesund; romantisch - krank?

Offenbar denkt der Dirigent an Goethes problematisches Wort: "Das Klassische ist das Gesunde, das Romantische das Kranke!" Norrington, der Arzt ist zur Stelle und kuriert mit seiner Interviewattacke ästhetische Irrläufer wie Furtwängler, obwohl Kulturphilosophen wie Ernst Fischer die Frage längst geklärt haben: "Die Antithese Romantik-Realismus ist an sich anfechtbar. Romantik ist eine Haltung, Realismus eine Methode."

Das scheint ein interessanter Disput zu werden, den Götz Thieme in Stuttgart als Replik auf ein Interview des Dirigenten Norrington angezettelt hat.

Beobachten wir mal eine Weile.

21
Jan
2007

der "Skandalregisseur" Bieito (in Stuttgart gerade mit einer JENUFA gefeiert) im SZ-Interview:

"Schauen Sie: Es gibt alte Museen mit alter und es gibt moderne Museen mit zeitgenössischer Kunst. Für die Oper muss dasselbe gelten: Entweder lebt sie in schönen Kostümen, die nicht viel sagen, aber wo man schöne Musik hört, einen Prosecco trinkt und glücklich ist. Oder aber man erlebt Oper als einen Raum der Spannungen, wo dem Publikum etwas gesagt wird. Diese beiden Arten von Oper darf es geben, und sie können zusammen leben. Allerdings darf der Staat nicht nur eine Art und Weise der Oper unterhalten, nur für eine Minorität, das wäre aristokratisch. Es ist ja so: Die Sänger in der Oper müssen eine Geschichte erklären und darstellen, und auch ich muss in der gleichen Situation sein wie die Sänger, mich bewegen mit einem bestimmten Risiko. So lassen wir immer große oder kleine Teile unseres Lebens in jeder Oper. Das heißt: Die Oper ist nicht nur Oper, sondern unser Leben, unser Körper. Jeder, der in dieser Sphäre arbeitet, muss es auf diese Weise machen. Die Musik, das Theater, die Oper, das ist etwas ungeheuer Kostbares und Wunderbares für die Menschheit, es wird immer bedeutender. Und es ist das, was ich meinen Kindern hinterlassen will."

Kleine Ergänzung: neue Werke zu spielen ist noch besser, als die Spannungen nur in den alten zu suchen (wobei ich ihm - so allgemein formuliert - durchaus Recht gebe)

13
Jan
2007

Leipzig-Almanach

Die Stadt Leipzig - kulturell schon immer etwas mehr nach vorne orientiert als andere Kunst- und Musikstädte - hat eine lange Tradition auch im Bereich der Reflexion über Kunst und Musik. Man denke nur an die ehemals von Schumann gegründete Neue Zeitschrift für Musik.

Tradition war auch, daß Musiker wie Musikliebhaber (die Damen natürlich eingeschlossen) sich austauschten, lebhaften Briefwechsel führten und das neu Komponierte, Gemalte, Geschriebene somit ständig im Zentrum des gesellschaftlichen Interesses und Disputs stand. Das moderne Feuilleton scheint mir bisweilen nur ein fader Abglanz dessen zu sein, was einstens wirkliche kulturelle Lebendigkeit war.

In Leipzig haben sich nun seit längerer Zeit Leute zusammengetan und reflektieren im Net über Erlebtes in Kunst- und Musikszene. Eine lebendige, interessante uns sympathische Seite mit einer auffallenden Präsenz neuer Kunst.

Empfehlung

Bei der Vorbereitung mehrerer Beethoven-Abende des kommenden Jahres (die "Große Fuge" in der Fassung M. Gielens in Dresden, LEONORE in München
und Missa solemnis in Thalbürgel
bzw. in Dresden)
stieß ich auf ein sehr gutes, wissenschaftlich bestes Niveau und eine phantastische Übersicht und Gesamtschau bietendes Buch über Beethoven: BEETHOVEN von Klaus Kropfinger (sh. Lesestoff).

...

Interessantes Interview in der WELT
von heute. Beim Befragten handelt es sich just um den Ägyptologen, der zum Mozart-Jahr auch eine interessante Studie über Mozarts ZAUBERFLÖTE vorgelegt hatte.

Assmann: In der jüdischen Tradition sind die Passagen der Bibel, die von Gewalt handeln, mit großer Vorsicht behandelt worden. Die frühen Rabbinen haben zum Beispiel alles darangesetzt, die Martyriumsbereitschaft – also das Interesse, für die Sache Gottes zu sterben, eine Art von passiver Gewalt – in den Griff zu bekommen, den Radikalismus abzukühlen. Im Christentum dagegen haben die in den Texten steckenden Gewaltpotenziale sich aufs unheilvollste ausgewirkt. Ich sehe die Aufgabe unserer philologischen Beschäftigung mit den biblischen Texten darin, sie zu historisieren, also zu sagen: Das hatte seinen Ort in einer bestimmten Zeit. Aus dieser Zeit heraus versteht man die Sprache.

WELT.de: Wie meinen Sie das?

Assmann: Ich lese etwa das fünfte Buch Moses so, dass mit „Kanaan“ eigentlich die eigene heidnische Vergangenheit gemeint ist. Und der glühende Hass auf die Kanaanäer, der sich in diesen Texten ausdrückt, ist in Wahrheit ein retrospektiver Selbsthass, ein Hass auf die Vergangenheit, von der man sich befreien möchte. Dahinter steckt in meinen Augen die Erfahrung einer Art von Konversion.

4
Jan
2007

Sensation!! Sensatinon!!

kurz

Die OPERNWELT entdeckt meinen Lehrer Siegfried Kurz und rühmt ihn bereits im Editorial mit den Worten:

Erstens hat Siegfried Kurz zentrale Opernaufführungen im Osten Deutschlands geleitet.

Er führte «Moses und Aron» in Dresden zu einem überraschenden Triumph, er dirigierte die wegweisende Berliner «Wozzeck»-Produktion von Ruth Berghaus und stand am Pult, als die «Fidelio»-Premiere der Semperoper am 7. Oktober 1989 zum politischen Signal wuchs. An solche Produktionen zu erinnern, bedeutet nicht, bloß in der Geschichte zu kramen; es heißt vielmehr, die eigene Wahrnehmung heute zu schärfen. Zweitens ist Siegfried Kurz das Paradebeispiel eines Kapellmeisters, bei dem Kunst von Handwerk kam.

Sein «Rosenkavalier» war nicht weniger durchgefeilt als der von Kleiber junior und nicht weniger durchsichtig musiziert als der von Karl Böhm. Er war nur eben kein Medienereignis und kein Starkult, sondern schlicht und einfach Opernalltag auf höchstem Niveau. Lange schien das Amt des Generalmusikdirektors, so wie Siegfried Kurz es ausfüllte, unwiderruflich verloren.


Das ist wahrlich eine Sensation - und das er das im 76. Jahr seiner Laufbahn erleben darf, gönne ich ihm von Herzen!

3
Jan
2007

Merkel mit Taktstock???

merkel-mit-taktstock

...das muß doch aber nun nicht auch noch sein...

28
Dez
2006

schöner Beitrag

von Jürgen Kesting in der nmz:

Ein Blick auf die Programmzettel jedes deutschen Theaters, erst recht auf die internationaler Festivals zeigt, dass in den Ensembles Sänger aus aller Herren Länder zusammengewürfelt sind. Das Radebrechen wird zur sprachlichen Verkehrsform – ganz abgesehen davon, dass es schwer ist, den Klang von Sängern aus verschiedenen Ländern werkgerecht zu homogenisieren. Das Timbre jeder Stimme ist zunächst klanglich und artikulatorisch geprägt von der Muttersprache des Sängers, und es bedarf einer hohen Begabung, sich in einer neuen Sprache nicht nur verständlich, sondern eloquent und expressiv mitzuteilen.

Der gesamte Artikel hier.

...

TERMINE 2007


(04.01. Dresden, Lukaskirche Absolventenkonzert der Dirigierstudenten)
(15.01. Dresden, Kleines Haus SCHLÜSSELOPER mit Dirigierstudenten)
(20.01. Dresden, Kleines Haus SCHLÜSSELOPER mit Dirigierstudenten)

31.01. Dresden, HfM short concert (17 Uhr)

Shenk, Konzert für 2 Violinen und
Kammerorchester
Park, MIGONG für 2 Violinen und
Kammerorchester
Beethoven, Große Fuge op. 133, Fassung
von Michael Gielen

04.02. Dresden, Kleines Haus, Konzert des HSO

Mozart, Gran Partita (Leitung Joachim
Klemm)
Shenk, Konzert für 2 Violinen und
Kammerorchester
Park, MIGONG für 2 Violinen und
Kammerorchester
Beethoven, Große Fuge op. 133, Fassung
von Michael Gielen

10.-18.02. Amerika-Tournee mit dem Kinderchor der SAD

22.02. München, GPT LEONORE
25.02. München, GPT LEONORE
02.03. München, GPT LEONORE

03.03. Dresden, Kreuzkirche, Vesper (SAD)
04.02. Dresden, Kreuzkirche, Gottesdienst (SAD) (09.30
Uhr)


11.03. Dresden, Kulturpalast, Matinee des HSO

Ligeti, Melodien für Orchester
Mozart, Konzert für Klavier und Orchester
d-moll KV 466
Bruckner, Sinfonie Nr. 4, Es-dur, Fassung
von 1888

13.03. Köln, Philharmonie, Konzert des HSO

Weber, Ouvertüre zu OBERON
Mozart, Konzert für Klavier und Orchester
d-moll KV 466
Bruckner, Sinfonie Nr. 4, Es-dur, Fassung
von 1888

17.03. Dresden, Kleines Haus, SCHLÜSSELOPER (W. Krätzschmar)
18.03. Dresden, Kleines Haus, SCHLÜSSELOPER

31.03. München, GPT IDOMENEO (Wiederaufnahme)
01.04. Dresden, Frauenkirche, SAD

Mauersberger, Lukas-Passion
08.04. München, GPT IDOMENEO
22.04. Dresden, Versöhnungskirche, SAD mit Kapellsolisten

Schubert, Stabat mater (2 Fassungen)


13.05. München, GPT INTOLLERANZA (Nono), Premiere
17.05. München, GPT INTOLLERANZA
19.05. München, GPT IDOMENEO
20.05. München, GPT INTOLLERANZA

02.06. Dresden, Palais Großer Garten, SAD mit Sinfonietta Dresden

Carissimi/Henze Jephte
Krasa Brundibar
Purcell Dido und Äneas

23.06. Dresden, Kirche Loschwitz, SAD

a-cappella-Konzert zum Elbhangfest

24.06. Dresden, Semperoper, Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle

Jörg Herchet, Das geistliche Jahr – Kantate
zum Fest des Apostels Jakobus des Älteren
(UA)


30.06. Thalbürgel, Klosterkirche (SAD mit Jenaer
Philharmonie)
01.07. Dresden, Kreuzkirche (SAD mit Jenaer Philharmonie)

Beethoven, Missa solemnis

07.07. München, GPT IDOMENEO
08.07. Bad Hersfeld, Stiftsruine, Konzert mit dem HSO

Weber, Ouvertüre zu OBERON
Mozart, Konzert für Klavier und Orchester
d-moll KV 466
Bruckner, Sinfonie Nr. 4, Es-dur, Fassung von 1888


13.07. München, GPT INTOLLERANZA
17.07. München, GPT MAJAKOWSKIS TOD (Schnebel)
20.07. München, GPT DAS BEBEN (Terterjan)
21.07. München, GPT DAS BEBEN
24.07. München, GPT INTOLLERANZA
25.07. München, GPT MAJAKOWSKIS TOD


07.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT
09.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT
11.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT
13.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT
15.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT
17.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT
19.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT
21.08. Bad Hersfeld, Festspiele, Stiftsruine FIGAROS HOCHZEIT


10.10. Dresden, Semperoper, Finale Rubinstein-Wettbewerb

28.10. Dresden, Kreuzkirche, SAD mit Landesbühnen Sachsen

Mendelssohn, ELIAS

18.11. Dresden, Semperoper, Matinee mit dem HSO
21.11. Wurzen, SAD ELIAS
25.11. Schwarzenberg, SAD ELIAS
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Weblog des Dirigenten Ekkehard Klemm, Dresden

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